Projekt Sinnkörper Sinnkörper

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Vorwort

Dr. Marie Althöfer

Ich kenne Marcus Günther seit Mitte der 90er Jahre.

Das Œuvre Günthers schätze ich außerordentlich, weswegen ich seine künstlerische Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit verfolge.

Der in Düsseldorf lebende Künstler hat Arbeiten geschaffen, die regional, national und über die Grenzen Deutschlands hinaus, in Ausstellungen gewürdigt werden.

Marcus Günthers Werke überraschen durch ihre Vielfältigkeit, sind stilistisch nicht festgelegt, manchmal provokativ, aber immer innovativ. Den gemeinsamen Konsens bildet dabei die Auseinandersetzung Günthers mit dem Menschen in seiner Umwelt.

Auch in seinem aktuellen Projekt Sinnkoerper steht diese Beziehung im Mittelpunkt. Losgelöst von konventionellen Restriktionen gibt der Künstler seinem Projekt ein Eigenleben. Er erschafft einen künstlerischen Organismus, der sich selbständig weiterentwickeln kann und soll.

Dem Ergebnis dieser artifiziellen Evolution kann man nur mit Spannung entgegensehen. Es besitzt das Potential, ein globales Kunstwerk zu werden, das im Detail die kulturelle Vielfältigkeit künstlerischen Schaffens wiederspiegelt. Und nicht zuletzt wird es in seiner Entstehungsphase humanitäre Spuren hinterlassen. Auch hierin zeigt sich die ungewöhnliche, immer nach Neuem suchende Arbeits- und Denkweise des Künstlers.

Auf der Suche nach einer idealen Form für die Gesellschaft schlägt er eine Brücke zwischen Individualität und Gleichstellung, zwischen Frage und Antwort auf das Sein und unterstreicht hierdurch seine außerordentlichen Fähigkeiten als Künstler.

Neben der Möglichkeit, Günthers Wirken in direkte Beziehung zum Schaffen des Künstlers Joseph Beuys zu stellen, ist der Pfad zur Geisteshaltung der Romantik sicher die wichtigste Quelle, wenn es darum geht, seine künstlerischen Wurzeln offen zu legen.

Die leitende Idee ist, zu verdeutlichen, dass es bei dem Sinnkoerper Projekt eben nicht nur ein Werk, sondern zahlreiche Werke gibt, die sich nach dem Prinzip der globalen Partizipation, sowohl auf dem Gebiet der Malerei, Skulptur, als auch im Bereich der Architektur, Gartenlandschaft, etc. – also uneingeschränkt – weiterentwickeln dürfen und sollen.

Ich wünsche Marcus auf seinem Weg weiterhin künstlerischen Erfolg, auf dass sein Schaffen und seine Ausdruckskraft nicht abreißen und sein Projekt noch möglichst viele erreichen möge.